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Das „Volksleiden“ Burnout

Erschöpfung, Antriebslosigkeit, ein Gefühl von Sinnlosigkeit und Frustration – dies sind typische Symptome eines Burnout, aber auch von Depressionen ganz allgemein.

„Ich fühle mich ausgebrannt“. Mit diesem Satz bringt es der seelich leidende Mensch auf den Punkt. Die moderne Leistungsgesellschaft mit ihrem Erfolgsdruck, ihrer Technisierung und ihrem Zeitdruck hat Burnout erst entstehen lassen. Immer mehr Arbeitnehmer fühlen sich zwischen Arbeitsleben und familiären Anforderungen aufgerieben. Sogar vor erfolgreichen Stars macht der Burnout nicht halt. Gerade besonders zielstrebige Karrieremenschen laufen Gefahr, einen Burnout zu erleben.

Aber nicht nur eine steigende Arbeitsbelastung kann einen Risikofaktor für Burnout darstellen. Auch viele Arbeitslose leiden unter Burnout, vor allem wenn Qualifizierungsmaßnahmen und Bewerbungen ins Leere laufen und mit dem Arbeitsplatz auch die berufliche Anerkennung weggefallen ist.

Wege aus dem Burnout

Wichtig ist die Prävention. Ein Burnout kommt immer schleichend. Die Vorstufen sind für mich als Facharzt deutlich erkennbar.

Je früher der Klient zu mir in die Praxis kommt, umso besser. Dann lässt sich frühzeitig gegensteuern und eine noch tiefere Depression abwenden. Wer an sich die ersten Symptome des Ausgebranntseins beobachtet, sollte sich in jedem Fall in ärztliche Therapie begeben.

Für eine Burnout-Behandlung gibt es kein Standardrezept. Zu Beginn der Behandlung steht das vertrauensvolle Gespräch. Was sind die individuellen Stress-Auslöser im Alltag? Warum greifen bisherige Lösungsstrategien zur Stressbewältigung nicht mehr? In leichteren Fällen von Burnout hilft es, die eigene Lebenssituation zu überdenken und den Alltag neu zu ordnen.

Methoden der Verhaltenstherapie sind ebenfalls sehr gut zur Burnout-Behandlung geeignet. Hier erarbeite ich gemeinsam mit dem Klienten individuelle Lösungswege.

Berufsstätige aus dem sozialen und medizinischen Bereich sind häufiger von Burnout betroffen. Das gilt für Sozialarbeiter, Pflegekräfte und Ärzte, aber z.B. auch für Lehrer und Polizisten – also für alle Berufsgruppen mit einem höheren Anteil an zwischenmenschlichen Extremsituationen. Insbesondere für diese Berufsgruppen hat sich seit vielen Jahren die Einzel- oder Gruppen-Supervision als wirkungsvolle Präventionsmaßnahme bewährt.